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Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Ereignisse von allen Orten der Gebärdensprachlichen Kirchengemeinde in Bayern und interessante Gehörlosen-Nachrichten von überall auf der Welt. Es gibt jede Woche mindestens 1 neue Nachricht.

Pfarrerin Werr mit großem Dank für die Aufbauarbeit verabschiedet

Nachricht 43/2019

Augsburg, 12.6.19

Mit zwei traurigen Augen haben wir Pfarrerin Werr in einem Gottesdienst am 26. Mai aus ihrer Arbeit in der gebärdensprachlichen Kirchengemeinde, Gemeindeteil Augsburg verabschiedet. Marianne Werr arbeitete 10 Jahre im Augsburger Gemeindeteil und hat in diesen Jahren viel Aufbauarbeit geleistet. Vor allem der Gebärdenchor, der unter der Leitung von Sonja Richter auch in diesem Gottesdienst mit seinem Können brillierte, war ein Herzstück von Marianne Werr. Neben dem Üben von Gebärdenliedern war die Gemeinschaft und auch das theologische Diskutieren wichtig. Pfarrerin Werr hat nicht nur den Gebärdenchor begleitet, sondern auch …


… regelmäßig gebärdensprachliche Gottesdienste gehalten, Seelsorge-Besuche gemacht und auch den Kontakt zu den beiden Schulen in Augsburg und in Ursberg gehalten. Sie hat sich im noch sehr jungen Kirchenvorstand engagiert und die Arbeitsgemeinschaft der Gehörlosenseelsorge unterstützt.

Pfarrerin Werr wird nun in einer hörenden Augsburger Gemeinde arbeiten. Dazu wünschen wir ihr alles Gute und Gottes Segen. Und wir hoffen, dass der Kontakt zur gebärdensprachlichen Kirchengemeinden erhalten bleibt.

Kirchenrätin Cornelia Wolf

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Trauer um Karin Kestner

Nachricht 42/2019

nun, 7.6.19

Wir trauern um eine Kämpferin der ersten Stunde für die Gleichberechtigung gehörloser Menschen.


Am 4. Juni 2019 starb Karin Kestner im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit. Sie hinterlässt ihren Ehemann und vier erwachsene Kinder. Karin Kestner setzte sich mit außergewöhnlich großem Engagement für die Gleichberechtigung gehörloser Menschen und die Anerkennung der Gebärdensprache mit all ihren Folgen ein. Besonders engagierte sie sich für das Recht auf Gebärdensprache bei Kindern und unterstützte viele Familien mit gehörlosen Kindern auf ihrem Weg beim Kampf um die Kostenübernahmen von Hausgebärdensprachkursen oder von Gebärdensprachdolmetschern in der Schule. Darüberhinaus hat sie sich stark auf der politischen Ebene für die Belange gehörloser Menschen eingesetzt und ehrenamtlich viele Menschen begleitet und unterstützt. Gemeinsam mit ihrem Mann Timo Hellmann gründete sie den Verlag Karin Kestner und brachte Bücher und digitales Lernmaterial zum Thema Gebärdensprache heraus.

2017 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Trotz schwerer Krankheit blieb sie in den letzten drei Jahren weiterhin aktiv und kämpfte weiter - für die Rechte der Gehörlosen und dann auch für sich.

Wir trauern um diese große Persönlichkeit in der Gehörlosengemeinschaft.

Kirchenrätin Cornelia Wolf

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Schulseelsorgetag oder „So lässt es sich leben“

Nachricht 41/2019

Heilsbronn, 5.6.19

Über 200 Religionslehrer:innen haben sich am 29. Mai in Heilsbronn getroffen. Dieser Tag sollte zeigen: Es gibt die evangelische Schulseelsorge in ganz Bayern und sie ist wichtig. Ja, mit Hilfe von Seelsorge lässt sich gut leben. So war ein Motto der Tagung. Viele Kolleg:innen haben ihre Projekte ausgestellt. Das kann man auf den Bildern sehen. Auch die Gehörlosen-Seelsorge hat ein Projekt gezeigt. Ich habe schon davon berichtet. In Unterfranken arbeiten katholische und evangelische Gehörlosen-Seelsorge zusammen, so können wir den Schüler:innen (und den Familien) berichten: „Wir sind da — für euch“. Die Erwachsenen wissen: Es ist wichtig, dass wir nicht allein sind. Denn es stimmt: Das Leben ist manchmal anstrengend, manchmal denken wir: Buh, das ist schwer. Oder wir fühlen uns ungerecht behandelt oder allein. Das alles kennen wir. Und: Genau so können auch Schüler:innen fühlen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir sie begleiten. Ich bin froh, dass ich auf dem Schulseelsorgetag unser Projekt ausstellen durfte. Viele Menschen sind gekommen und haben sich für die Gebärdensprachliche Kirchen-Gemeinde interessiert. Ich habe aber auch viele neue Impulse bekommen, z.B. ein kleines Bild malen und einen Bibelspruch darauf schreiben (siehe Bild). Oder ich habe die Idee für einen Oasentag für Lehrer:innen bekommen.


Unser Landesbischof Dr. Heinrich Bedform-Strohm hat einen Vortrag gehalten. Dabei berichtete er: „In der Schule können wir die Kinder und Jugendliche noch sehr gut erreichen. Oft wissen die Menschen nichts mehr von der Liebe von Gott. Das ist schade, aber in der Schule können wir davon erzählen. Und es stimmt: Die gute Botschaft von Jesus ist wichtig für unser Leben. Besonders heute 2019! Viele Menschen grenzen sich gegenseitig aus. Das ist nicht die Botschaft von der Liebe von Gott. Die Botschaft von Gott bedeutet: „… und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ Bibel:Lk.1,79

Sabine Ebert-Kühling, Würzburg

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Zweiter Lektoren-Grundkurs gestartet, Prädikantenkurs kommt 2020

Nachricht 40/2019

Bayern, 3.6.2019

Im März hat eine neue Ausbildung zum gebärdensprachlichen Lektor in der EGG begonnen. Einmal im Monat am Wochenende treffen sich die Teilnehmer mit Katechetin Brigitte Schmidt und Pfarrer Horst Sauer. Die Ausbildung hat zwei Teile. Der Grundkurs von März bis Oktober 2019 vermittelt wichtiges Hintergrundwissen über unsere evangelisch-lutherische Kirche, über die Bibel (Altes und Neues Testament), über die wichtigsten Bekenntnisse und das Kirchenjahr. Daneben werden wichtige Bibeltexte besprochen. Es macht viel Spaß, gemeinsam über die Texte der Bibel zu diskutieren und nach Gebärden zu suchen, damit der Inhalt der Texte gut verständlich wird und in Gebärdensprache übersetzt werden kann.


Nach dem Grundkurs startet der Aufbaukurs im November 2019. Im Aufbaukurs dreht sich alles um den Gottesdienst. Die Liturgie (der Ablauf) und die Bedeutung der einzelnen Teile des Gottesdienstes werden genau erklärt. Wir haben viel Zeit für Übungen zur Lesung, zu den einzelnen Gebeten, zum Glaubensbekenntnis und zum Segen. Unser Ziel ist, dass unsere Lektoren die Lesung und die Gebete in unseren gebärdensprachlichen Gottesdiensten selbständig übernehmen können.

Sehr erfreulich ist, dass dieses Projekt bis 2021 verlängert wurde. Das bedeutet, dass Pfarrer Horst Sauer gemeinsam mit Brigitte Schmidt weiterhin die Ausbildung betreuen kann. Nach Abschluss des zweiten Lektorenkurses kann deshalb auch ein Kurs zum gebärdensprachlichen Prädikanten angeboten werden. Dieser Kurs startet im Juni 2020. Teilnehmer am Prädikantenkurs sollen in der Regel die Lektorenausbildung abgeschlossen haben.

Pfarrer Horst Sauer

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Seniorenclub informiert sich über Augen-Krankheiten Glaukom (Grüner Star) und Grauer Star

Nachricht 39/2019

Nürnberg, 25.5.19

Der Vortragssaal war überfüllt. Viele gehörlose Senioren haben ein großes Interesse an diesem Thema, da einige auch betroffen sind. Einige waren sich immer unsicher und gingen nie zum Augenarzt. Der Augenarzt Konstantinos Plantzas aus Nürnberg erklärte sehr genau, welche Probleme und welche Gefahren es für die Augen gibt. Er beschrieb beim Grauen Star, wie sich das Sehen verändert, die Voruntersuchungen, die ambulante Operation und wie die Nachsorge sein wird. Die OP dauert …


… ca. 15 Minuten und die Behandlung insgesamt 8-12 Wochen. Beim Glaukom zeigte er, wie man es vorbeugen kann. Es muss behandelt werden, um die Verschlechterung zu stoppen. Verbessern lässt es sich nicht mehr.

Viele gehörlose Senioren haben Fragen gestellt. Der Arzt hat darauf gut geantwortet. Mein Tipp: Wenn ihr zum Augenarzt geht, dann bitte ich Euch einen Gebärdensprachdolmetscher mitzunehmen.

Rosa Reinhardt

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