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ForuM-Studie „Sexualisierte Gewalt und Missbrauch in der evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland“
Die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie hat 2021 einem Forschungs-Verbund von Forscher:innen (ForuM) und Betroff enen den Auftrag gegeben, Gewalt im Zusammenhang von Sexualität (sexualisierte Gewalt) in Kirche und Diakonie aufzudecken und zu klären.
- Sie sollten erforschen, wie sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie vorkommt.
- Sie sollten klären, wie es zu sexualisierter Gewalt kommt und wie die evangelische Kirche mit Hinweisen umgeht.
- Und sie sollten klären, wie die evangelische Kirche sexualisierte Gewalt verhindern und wie sie Betroff ene besser schützen kann.
Die Ergebnisse der Studie wurden am 25. Januar veröffentlicht. Einige wichtige Ergebnisse sind:
- Die Mitarbeiter von ForuM beklagen, dass die Kirchen zu wenig Personalakten bereitgestellt haben.
- Es gab in der evangelischen Kirche in Deutschland und der Diakonie Fälle von Gewalt im Zusammenhang von Sexualität: mindestens 2.225 Betroffene und 1.259 mutmaßliche Täter in den Jahren 1917 bis 2020.
- Sexualisierter Missbrauch in der Kirche war auch möglich, weil
- Pfarrern oder Leitungspersonen blind vertraut wurde
- Opfer oft ignoriert oder nicht ernst genommen wurden
- Täter oft durch Vorgesetzte geschützt wurden
- Sexualisierter Missbrauch in der Kirche wurde oft nicht bestraft, weil es bestimmte Vorstellungen gab, z.B.:
- „Man muss dem Täter vergeben!“
- „Über Sexualität wird nicht gesprochen
- „Wir verraten niemanden.“
Nach der Veröffentlichung der Studie schrieb unser neuer Landesbischof Christian Kopp am 26. Januar an die Gemeinden und Einrichtungen:
„Sexualisierte Gewalt darf keinen Platz haben in unserer Kirche!“
Unsere Kirche möchte die Strukturen so verändern, dass sexualisierte Gewalt in der Kirche nicht mehr vorkommen kann. Eine Veränderung ist, dass jede Gemeinde und jede Einrichtung ein Schutzkonzept erstellen und jede:r Mitarbeiter:in, haupt- oder ehrenamtlich, eine Präventions-Schulung („Vorsorge“ / „Schutz“-Schulung) erhalten muss.







