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Taubblind

Neues Angebot fĂŒr Menschen mit Hörsehbehinderung bzw. Taubblindheit

nÀchste Termine

Seit 2011 bietet die Bildungseinrichtung „Bayerisches Institut zur Kommunikationsförderung fĂŒr Menschen mit Hörbehinderung“ (kurz: GIB-BLWG) in NĂŒrnberg einen Qualifizierungslehrgang zum Taubblindenassistenten an. Ich habe an dieser Ausbildung teilgenommen und sie im November 2014 erfolgreich abgeschlossen. Im Folgenden möchte ich nun einen kurzen Einblick in die Welt der Menschen mit Hörsehbehinderung bzw. Taubblindheit geben.

Ansprechpartnerin

Buchstaben A-K
Katina Geißler
Dipl. SozialpÀdagogin (FH)
Tel.: 01805/283465 (ĂŒber Telesign - bitte mit Fr. Geißler verbinden lassen)
Fax: 0911/21413-22
E-Mail: SOZIAL1@egg-bayern.de

und Andrea RĂ¶ĂŸiger

In Deutschland leben ca. 6.000 Menschen mit Hörsehbehinderung bzw. Taubblindheit. Über die HĂ€lfte dieser Personen sind vom Usher-Syndrom betroffen. Diese Erkrankung ist vererbbar und fĂŒhrt bei den Betroffenen zu einem Hör- und Sehverlust (Tunnelblick). Neben diesem Syndrom gibt es noch weitere Ursachen fĂŒr Taubblindheit, z.B. eine Tumorerkrankung, ein altersbedingter Sehverlust oder ein Unfall. FĂŒr die Betroffenen hat der Hör- und Sehverlust eine große Auswirkung auf ihre bisherige LebensfĂŒhrung. Oft muss der eigene Beruf aufgegeben werden, die MobilitĂ€t ist stark eingeschrĂ€nkt und auch im Alltag und der Partnerschaft kann der Hör- und Sehverlust zu einer großen Belastung werden. Kommunikations- und Orientierungsmöglichkeiten sind so gut wie nicht vorhanden. Um selbstbestimmt leben zu können und an der Gesellschaft teilzuhaben, sind sie auf die UnterstĂŒtzung von Assistenten angewiesen. Derzeit kĂ€mpfen Menschen mit Hörsehbehinderung bzw. Taubblindheit um die Anerkennung der eigenen Behinderung. Sie fordern vor allem das eigenstĂ€ndige Merkzeichen „TBL“ im Schwerbehindertenausweis.

Mit meiner Qualifizierung zur Taubblindenassistentin möchte ich mein Beratungsangebot in der evangelischen Gehörlosenseelsorge erweitern und freue mich, die Betroffenen fachkompetent beraten zu können. Weiterhin möchte die evangelische Gehörlosenseelsorge in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst „ITM“ aus MĂŒnchen und der ehrenamtlich engagierten GebĂ€rdensprachdolmetscherin Andrea RĂ¶ĂŸiger die Freizeitangebote fĂŒr Menschen mit Hörsehbehinderung bzw. Taubblindheit ausbauen.

Seit April können sich nun Betroffene, Angehörige und Interessierte in den RĂ€umen der evangelischen Gehörlosenseelsorge regelmĂ€ĂŸig treffen. In Kooperation mit dem Cafe „ARARAT“ können sie sich bei Kaffee und Kuchen ĂŒber ihre Erfahrungen austauschen, ĂŒber verschiedene Themen informieren oder einfach nur unterhalten. Wir bieten VortrĂ€ge zu verschiedenen Themen an und alle zwei Monate findet eine LormĂŒbung statt.

Alle sind herzlich willkommen. Wir freuen uns ĂŒber zahlreiche Besucher.

Ihre
Katina Geißler

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